Verschiedenheit achten – Gemeinschaft stärken

Konfessionell dialogischer Religions- und Ethikunterricht

Projekt

Verschiedenheit achten – Gemeinschaft stärken

Ein Projekt an der Theodor-Heuss- Schule in Offenbach/Main (Hessen)

Unter dem Motto „Interkulturelles Lernen – damit Bildung gelingt“ finden seit dem Jahr 2006 viele Projekte rund um das Thema „Multikulturalität“ statt. Neben verschiedenen Teilprojekten wie zum Beispiel Info- und Kulturabenden, Migrationsberatung in der Schule und interkultureller Seelsorge ist der Schwerpunkt der gemischte Religionsunterricht. Hier werden Muslime, Katholiken, Protestanten und Atheisten gemeinsam unterrichtet.

Was wurde getan?

Ausgangspunkt für das Projekt war der hohe Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund (ca. 70%). Menschen vieler Nationalitäten, verschiedener Religionen und unterschiedlicher sozialer Schichten kommen an der Schule täglich zusammen. Das Projekt sollte dabei helfen, die Hintergründe auftretender Konflikte besser zu verstehen und angemessen zu reagieren. Es soll aber auch dazu dienen, sich der positiven Energien, die in der bunten Zusammensetzung der Schüler liegen. Verschiedenheit als Reichtum verstehen und nicht als Defizit. Vor Beginn des Projektes war es üblich, dass sich die Schülerinnen und Schüler am Anfang der elften Klasse für evangelischen Religionsunterricht, katholischen Religionsunterricht oder Ethikunterricht entschieden. Somit erfuhren sie, dass Religionsangehörigkeit Menschen trennt. Die Fachlehrer entschieden, dieser Botschaft entgegenzutreten und einen gemeinsamen Religionsunterricht einzuführen. Da der größte Teil der Schülerschaft einer muslimischen Religionsgemeinschaft angehört, wird gemeinsam mit einer ausgebildeten muslimischen Theologin unterrichtet.

Die Lehrpersonen entwickelten ein Curriculum, dass die drei Religionen Judentum, Christentum und Islam in den Blick nimmt, immer in Bezug zu den Begriffen „Toleranz“ und „Dialog“. Auch säkulare Weltanschauungen finden ihren Platz.

Der gemeinsame Religionsunterricht wird von den Schülerinnen und Schülern sehr positiv beurteilt. Er ermöglicht ihnen nicht nur, die eigene Kultur und Tradition kennen zu lernen, sondern auch die der Mitschüler und diese zu akzeptieren. Die Schülerinnen und Schüler erhalten dadurch die Möglichkeit, im direkten Dialog von Anderen zu lernen und Vorurteile abzubauen.

Neben dem gemeinsamen Religionsunterricht gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Teilprojekten: z.B. jährlich stattfindene Informations -und Kulturabende, schulinterne Kulturveranstaltungen, Fortbildungen für das Kollegium, Migrationsberatung für Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern und interkulturelle Seelsorge.

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